
500 Millionen Euro zusätzlich: Europas Forschungsprogramm erweitert Natur- und Innovationsprojekte
Die Europäische Kommission stockt Horizon Europe für 2026 und 2027 um 500 Millionen Euro auf. Neue Förderlinien zielen unter anderem auf naturpositive Wirtschaftsmodelle, nachhaltigere Energiesysteme und den Weg von Forschung in die Anwendung.
Für Forschung und Innovation in Europa stehen in den Jahren 2026 und 2027 zusätzliche 500 Millionen Euro bereit. Damit steigt das Budget des Horizon-Europe-Arbeitsprogramms für diese beiden Jahre auf rund 14,8 Milliarden Euro.
Ein neuer Schwerpunkt ist die Förderlinie „Transformative Change Towards a Nature-Positive Economy and Society“ mit 237 Millionen Euro. Sie soll elf Forschungs- und Innovationsmaßnahmen unterstützen, die Biodiversität und naturpositive Wirtschaftsmodelle voranbringen.
Weitere 260 Millionen Euro sind für „Bridging Actions 2027“ vorgesehen. Diese Maßnahmen sollen Forschung stärker mit späterer Anwendung und Investitionen verbinden. Zu den Themen gehören unter anderem digitale Plattformen für ein bezahlbareres, sichereres und nachhaltigeres Energiesystem sowie neue Technologie- und Innovationsinfrastrukturen.
Der Fortschritt liegt zunächst in der zusätzlichen Finanzierung und den geöffneten Förderwegen. Ob daraus messbare Verbesserungen für Natur, Energie oder Gesellschaft entstehen, muss für jedes später geförderte Projekt separat überprüft werden.
Was noch offen ist
UAP bewertet die Finanzierungsentscheidung als positiven strukturellen Schritt, nicht als bereits erzielte Umwelt- oder Technologiewirkung. Förderzusagen, Projektresultate und reale Wirkung werden bei neuen Daten getrennt nachverfolgt.
Quellen & Nachweise
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